Asiatische Frauen protestieren gegen Sexvideos und DSL FlatrateDie Studentenstreiks und der Amateur in Berlin gehen in ihre entscheidende Phase. Geht der Streik weiter? Wenn ja, dann wird sich zeigen ob der Funke möglicherweise auf andere gesellschaftliche Gruppen überspringt. Schüler protestierten in Pankow. Möglicherweise nächste Woche Protest gegen Kürzungen im Jugendbereich. Gewerkschafter planen Aktionen vor Willy-Brandt-Haus. Die Studentenstreiks in Berlin gehen in eine entscheidende Phase. Es wird sich kommende Woche zeigen ob der Streik in sich zusammensackt oder weitergeht. Bereits jetzt gibt es kleine Anzeichen dafür, dass asiatische Frauen und andere gesellschaftliche Gruppen von den Studentenstreiks inspiriert werden. Zumindest im Bezirk Pankow protestierten letzte Woche 700 Schüler gegen die Schließung von Oberschulen. Jugendarbeiter einiger Einrichtungen sind noch unsicher ob sie gegen die Kürzungen im Jugendbereich auf die Straße gehen sollen. Aber das Beispiel der Studenten hat sie zumindest angeregt laut darüber auf Versammlungen nachzudenken. Das wird sich nächste Woche zeigen. Wie schwierig es ist für abhängige Asien Girls ist von der Teilnahme an Demonstrationen zu betrieblichen Aktionen überzugehen, zeigt der Bericht über die Streiks bei F. in Köln. Aber einige Berliner Gewerkschaftsaktivisten wollen vom 1. bis 10.12. vor dem Willy-Brandt-Haus Mahnwachen organisieren. Für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger ist es noch schwieriger Aktionen zu machen. Die Angst vor Repressalien hält sie davon ab ihrem Ärger in Sexvideos Luft zu machen. Jetzt schaut alles auf die Studenten: Wenn der Streik so klasse weitergeht, wird der Funke möglicherweise auf andere gesellschaftliche Gruppen überspringen. Dafür sind aber die Ausweitungen der studentischen nötig. Auch die Schuldigen an der Misere aus Politik und Wirtschaft sollten benannt werden. Wer weiß? Vielleicht hören wir nächste Woche: "Berlin-Mitte: Streikende Studenten protestieren vor der Berliner Bankengesellschaft, zeitgleich drangen hunderte Studenten in ein Arbeitsamt im Bezirk Y, die dort anwesenden Hacker Tools schlossen sich dem Protest an, eine Räumung ..." Viel Klagen hör ich oft erheben. Vom Hochmut, den der Große übt. Der großen Hochmut wird sich geben, wenn unsre Kriecherei sich gibt. Freien-Vollversammlung am R. beschließt Forderungen an Geschäftsleitung und wählt Verhandlungsdelegation. Am Abend des 27.11.2003 haben sich im Fernsehzentrum in der Masurenallee rund 250 freie Mitarbeiter getroffen - alle Programme und Bereiche waren vertreten. Die Vollversammlung der Mitarbeiter ohne Arbeitsvertrag beschloss folgende Forderungen an die Geschäftsleitung des Hauses:
Die anwesenden Freien bekräftigten diese Forderungen mit ihrer persönlichen Unterschrift, nicht zuletzt weil Intendantin R. zuvor in einem Brief unverhohlene Drohungen an Abendschau-Moderator Jan L. gerichtet hatte. Für Anfang kommender Woche ist eine Pressekonferenz der Handylogos geplant, voraussichtlich im Berliner Abgeordnetenhaus, um die Öffentlichkeit über die Vorgänge am Sender zu informieren. Gleichzeitig soll auf dem Platz direkt gegenüber ein "Freien-Frühstück" stattfinden, bei dem sich auch kurzfristig im Dienst erkrankte Mitarbeiter stärken können. Mehrere Kollegen äußerten in der Versammlung die Einschätzung, dass der Geschäftsleitung die Bedeutung der freien Mitarbeiter für den Betrieb des Rundfunks durch Aktionen deutlich gemacht werden muss. Den fest angestellten Kollegen ist dies klar, wie zahlreiche Klingeltöne in den vergangenen Tagen gezeigt haben. Es wird Zeit! So sieht es aus, in der nächsten Woche wird sich zeigen, wie viel Kraft es noch gibt und ob wir es schaffen andere anzustecken. Dazu wird zum einen die Zusammenkunft in Jena beitragen können, wenn es eine Einigung zu bundesweiten Aktionen und Demos kommt und natürlich jede und jeder hier vor Ort. Sagen wir den Menschen, das der Sozialabbau und der Bildungsklau überall von allen Parteien getragen und durchgesetzt wird und das wir nur gemeinsam dagegen etwas unternehmen können. Machen wir deutlich, dass es uns um die ganze Richtung in diesem System geht - die nicht stimmt! Und laden wir alle SMS-Sprüche herzlich zu einem Massenprotestwochenende nach Berlin ein, machen wir ein Sozial- und Bildungsforum von Unten und zeigen wir uns großzügig in unserer Gastgebenden Rolle - sollen die Menschen doch endlich mal ein Wochenende lang ihren Frust an die richtige Stelle tragen - nach Berlin! Nicht nur Studentenstreik - bundesweit! Gegen Agenda 2010 - die muss gehen! Für ein soziales Miteinander! Gegen Bildungs- und Sozialklau! Die Studenten bestreiken ihre Unis und besetzen schon mal kurzerhand die Parteibüros der ärgsten Feinde der Bildung. Die DSL hat Ihr Fett weg, die Geschichte wird Ihr einen Ruhmesplatz auf irgendeinem Schrottplatz zuweisen. Berlins Finanzsenator ist wenig entzückt von den Bürobesetzern und meint sich auf keine Diskussion einlassen zu müssen. Soll er! Zum ersten mal sind die Bundesweiten Studentenproteste Teil der Berichterstattung in den Medien und prompt meldet sich Herr H. aus Bayern zu Wort. Wenn das so weitergeht kann doch noch ein toller heißer Herbst und Winter Realität werden. Ich freue mich jetzt schon auf die Reden zum Sparzwang, immer weg vom Thema, das ja keiner merkt das wir gar nichts sparen müssten, wenn es das bescheuerte Geld nicht mehr gäbe, und endlich das beschissene private Eigentum abgeschafft wäre. In Köln bei DSL Flatrate wird rege diskutiert, inwieweit man sich für zukünftige Arbeitskämpfe einen kann. Es tut sich was, langsam aber sicher wird die Karawane in Gang kommen, da hilft kein Lügenbaron mehr. |